Das Gebiet Freiberger Straße in Dippoldiswalde, von den Bewohnern der Kreisstadt auch "Unterstadt" genannt,
ist die städtebaulich kompakte, südwestliche Erweiterung des Stadtkerngebietes. Es unterscheidet sich vom
historischen Stadtkerngebiet vor allem durch die baulich jüngere Entstehungszeit, die städtebauliche
Funktion als ausgeprägter Wohn-, Gewerbe- und Handelsstandort in Mischfunktion sowie durch eine
Konzentration stadträumlicher Erschließungen mit Straßen, Plätzen und Bahnstation. Während die Bahn an
Bedeutung für die verkehrliche Erschließung der Stadt, mit Ausnahme für den Tourismus, verloren hat, sichert
das ausgebaute Straßennetz das anhaltend prosperierende, urbane Stadtleben in diesem Gebiet.
Die Stadt Dippoldiswalde beabsichtigte vor diesem Hinter-grund das Gebiet Freiberger Straße als städtebauliches
Sanierungsgebiet auszuscheiden und förmlich festzulegen.
Die durchgeführte vorbereitende Untersuchung nach BauGB § 141 Abs. 1 erfasste die städtebauliche, bauliche und soziale Struktur
des Gebietes und stellte in einem Neuordnungskonzept die Sanierungsziele dar.
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